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Armschutz

Was ist ein Armschutz fürs Bogenschießen

Der Armschutz gehört zur grundlegenden Schutzausrüstung beim Bogenschießen. Er wird auf der Seite getragen, die den Bogen hält und beugt einer der häufigsten Verletzungen bei der Sportart vor. Gerade Anfänger sollten niemals ohne einen geeigneten Armschutz trainieren.

Als Einsteiger hat man oft noch Fehler in der Körperhaltung und kann die Bogensehne noch nicht so genau kontrollieren. Häufig wird beim Zielen der Arm des Bogens komplett durchgestreckt. Das hat zur Folge, dass die Sehne beim Abschuss des Pfeils über den Unterarm streift.

Bei leichteren Bögen sind die Folgen meist nur leichte Hautrötungen. Je nach Beschaffenheit und Auftreffwinkel der Sehne können aber auch blaue Flecken oder größere Blutergüsse unter der Haut entstehen. Und das ist richtig schmerzhaft. Schlägt die Sehne dann beim nächsten Schuss wieder auf die Gleiche Stelle, dann tut es richtig weh! Es kann sogar einige Wochen dauern, bis die Verletzung wieder richtig ausgeheilt ist.

Der Armschutz ist dazu da, um anstelle der Haut, die Wucht der Bogensehne abzufangen. Dieser grundlegende Schutz ist ähnlich mit dem Tragen eines passenden Fahrradhelmes zu vergleichen – Ohne Schutzausrüstung kein Training.

Nicht nur für das Schnipsen der Sehne ist ein Armschutz sinnvoll: Er kann auch dabei helfen, anderen Verletzungen vorzubeugen und das Schussbild zu verbessern. Sollte durch einen unglücklichen Zufall der Pfeil bereits beim Abschuss im Bogen zersplittern (Vorschädigung durch einen Treffer auf einen Stein oder ein besonders hartes Ziel mit nicht erkennbaren Haarrissen im Material), dann werden Sie froh darüber sein, einen guten Armschutz am Körper zu tragen. Weiterhin kann der kleine Ausrüstungsgegenstand bei schlechter Bekleidung helfen. Lange Pullover Ärmel oder Jacken liegen nicht immer passgenau am Arm an und werfen kleine Falten. Da kann es häufig passieren, dass sich die Sehne im Kleidungsstück verfängt und der Schuss geht komplett daneben.

Welche Arten von Armschutz gibt es?

Der Armschutz kann in zwei Kategorien unterteilt werden:

  1. Vollschutz
  2. Unterarm-Schutz

Ein Vollschutz ist unserer Meinung nach in den meisten Fällen nicht notwendig. Es sind schon grobe Haltungsfehler notwendig, damit die Sehne beim Bogenschießen über den Oberarm streift. Es gibt aber auch Fälle, wo die Sehne bei einem gestreckten Arm des Schützen über die Innenseite des Ellenbogens streift. In diesem Fall hilft wirklich nur die Komplett-Variante.

Der Unterarm-Schutz wird den meisten Neueinsteigern empfohlen. Er sichert den größten Teil der Innenseite des Unterarms ab und fängt die Wucht beim Auftreffen zu hundert Prozent ab.

Wie ist ein Armschutz aufgebaut?

Egal für welche Variante Sie sich auch entscheiden: Ein Armschutz sollte immer aus stabilem Material gefertigt sein, welches den Aufprall abfedern kann. Traditionell wir dafür dickes Leder verwendet. Es ist elastisch und kann sich den Konturen Ihres Bogenarms anpassen. Befestigt werden kann der Schutz entweder mit Schlaufen, kleinen Gürtelschnallen oder auch mit Klettverschluss. Die Leder-Variante ist besonders für Einsteiger zu empfehlen, die einen Bogen mit etwas geringerer Zugkraft schießen. Bei den schwereren Kalibern hat sich dagegen eine eingearbeitete Panzerplatte bewährt. Sie ist starr, sitzt fest und ist in die Hülle eingearbeitet.

Worauf sollte man beim Kauf achten?

Wenn Sie sich als Einsteiger einen Armschutz fürs Bogenschießen kaufen möchten, dann kommt es in erster Linie auf die richtige Passform an. Er darf nicht zu fest, aber auch nicht zu locker am Arm befestigt sein. Meistens bekommt man universelle Größen zu kaufen. Das deckt die Bedürfnisse vieler Schützen gut ab.

Je nach eigenen Vorstellungen, kann der Armschutz auch an den persönlichen Stil angepasst werden. Mittelalter- und Recurvebogenschützen werden wohl eher eine Schutzausrüstung aus Naturleder bevorzugen. Bei Compoundbogenschützen kann es auch gern ein futuristisches Aussehen mit Panzerplatte sein. Achten Sie darauf, dass die Größe stimmt und das die wichtigsten Stellen abgedeckt und geschützt sind. Das Tragegefühl kann anfangs zwar etwas ungewohnt sein, wird Sie aber nicht weiter einschränken oder behindern. Man gewöhnt sich schnell daran.

Vom Preis her gibt es bei dieser persönlichen Ausrüstung ebenfalls wider große Unterschiede. Die ganz einfachen Modelle gibt es schon ab etwa 6 Euro zu kaufen. Nach oben hin sind kaum Grenzen gesetzt. Sie sollten aber nicht gleich den billigsten Armschutz kaufen, der Ihnen begegnet, sondern vorher einige Modelle miteinander vergleichen.

Was kann ich machen, wenn die Sehne beim Training ständig über den Arm streift?

Der Armschutz soll zwar zum Schutz im Notfall dienen, doch manchmal will es einfach nicht klappen. In diesem Fall ist es wichtig, während des Bogenschießens noch einmal genau auf die eigene Körperhaltung zu achten: Grundstellung, Anlegen, Atmen, Zielen und Lösen. Besonders wichtig ist, dass der Arm, der den Bogen hält nicht komplett ausgestreckt wird. Er sollte leicht angewinkelt und eingedreht werden.

Sie werden merken, dass es jetzt sehr viel anstrengender ist, den Bogen zu spannen und zu halten. Denn nun ist die Armmuskulatur komplett beteiligt. Beim ausgestreckten Arm wird die nötige Kraft von den Knochen gehalten – und nicht von den Muskeln. Beim Schuss muss Ihr Körper starke Kräfte aushalten und abfedern. Die Knochen können das nicht. Sollten Sie beim eingedrehten und angewinkelten Arm Probleme dabei haben, den Bogen zu halten, dann besitzt er wahrscheinlich eine zu hohe Zugkraft und ist nicht für Sie geeignet. In diesem Fall sollten Sie lieber mit Ihrem Trainer oder einem erfahrenen Schützen sprechen. Ein Armschutz kann keine Haltungsfehler korrigieren.